1. Begrüßung durch unseren Ersten Vorsitzenden Herrn Luft

 

Die Mitgliederversammlung wurde ordnungsgemäß einberufen mit dreiwöchiger Frist und ist beschlussfähig.

Zitat St. Exupery (1900 – 1944): „Wenn Menschen gottlos werden, sind Regierungen ratlos, Schulden zahllos, Besprechnungen ergebnislos, Aussichten trostlos!“

Der christliche Impuls ist an vielen Stellen verloren gegangen. Es gibt zwei große Gruppen der Menschheit – die Urknall-Gläubigen und die, die an das Göttliche glauben.

Das „Vater Unser“ wird in einer Version von Rudolf Steiner zur Einstimmung vorgelesen, anschließend das Leitbild unseres Fördervereins.

 

2. Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder

Sie brauchen unsere Unterstützung im „Fegefeuer“, wir sollten mit liebendem Blick auf die Persönlichkeiten schauen, sie wirken auf uns zurück und tragen unsere Anliegen in die Geistige Welt; es gibt von ihnen eine Rückantwort in unseren Träumen und bei Tage.

 

3. Bericht von Dr. Laubersheimer von der Belegklinik für Homöotherapie

Wir haben mühsame 2 Jahre hinter uns. 29 Jahre waren wir im Erdgeschoss, durch den Neubau hatten wir kein Licht mehr, dann noch Durchgangsstation zur ZNA…Der Umzug lief dank sehr guter Vorbereitung hervorragend, die neue Station ist viel schöner und größer. Wir haben 8 Zimmer mit insgesamt 24 Betten. Man kann jetzt auch Privatpatienten einzeln legen. Dr. Georg Soldner, der bekannte anthroposophische Kinderarzt aus München kommentierte seinen Besuch im Erdgeschoss, es habe ihn in seiner Ausstattung an Russland erinnert!

Chirurgen und Intensivmediziner laufen jetzt durch die Station und schätzen die Düfte, die Neurologen, die im EG unsere Nachbarn waren vermissen uns. Ein weiterer Umzug ist geplant. Eine neue Abteilung zu bewohnen ist anstrengend.

In 40 Jahren haben wir zum ersten Mal einen Assistentenmangel – ab 04/2013 hatten wir nur noch einen Assistenten. Dieses Problem betrifft auch andere anthroposophische Häuser. Wenn ein Arzt fehlt, fehlt bei uns schon 1/3 der ärztlichen Belegschaft!

Wir standen vor der Alternative Betten schließen oder Dr. L. übernimmt gleichzeitig auch die Arbeit eines Assistenten. Nach 8 Jahren als leitender Arzt wieder „back to the roots“, war sehr gut, aber sehr anstrengend. Frau Dr. med. Urte Riggers kam zum Team – „wir planen lange miteinander“, sie ist eine große Entlastung. Es fehlt aber immer noch eine halbe Assistentenstelle.

Die Belegklinik ist weiter sehr gut belegt, im  Februar/März sogar zu 100%. Unser großes Einzugsgebiet: ganz Deutschland. Über Mund-zu-Mund-Propaganda kommen die meisten Patienten. „Die Arbeit mit den Patienten gibt einem wieder Kraft, gibt einem einen unglaublichen Sinn als Arzt“ (Dr. Laubersheimer). Das Spektrum  der Krankheitsbilder ist sehr weit, wir haben immer noch viele MS-Patienten, Erschöpfungsdepression, Pneumonien. Das breite Spektrum macht Freude, die Patienten lernen viel voneinander – oft als helfende Hände im Hintergrund, das könnten wir alles gar nicht alleine leisten. Die Klinikleitung zeigt enormes Wohlwollen und wir bekommen große Unterstützung.

 

4. Tätigkeitsbericht des Vorstands

Herr Luft: Die Sicherheit im Wirtschaftlichen über längere Zeiträume hinweg ist nicht mehr vorhanden. Von außen bricht vieles weg.

 

Teil A. Rückblick des 2. Vorsitzenden Th. Geisse auf die letzten 2 Jahre:

Der Schwerpunkt unseres Tuns lag auf der wirtschaftlichen Absicherung. Der erweiterte Vorstand traf sich im 4- 6 Wochen Turnus.

Es hatte seit Januar 2011 viele Treffen mit der AOK gegeben, denen zahllose schriftliche Ausarbeitungen von Krankenhausgeschäftsführer Genz, Dr. Geyer und Dr. Laubersheimer gefolgt waren. Günter Luft hatte seinerseits den engen Kontakt zu unseren Politikern gesucht.

Am 18.9.2012 erfolgte die Absage der AOK an das Modellprojekt mit der Begründung, dieses sei zu aufwändig, zöge Satzungsänderungen nach sich etc. Es solle stattdessen an einem IV- Vertrag  (Integrierte Versorgung) gearbeitet werden. Dieser Vorschlag der AOK wurde durch sie selbst am 4.12.2012 abgelehnt. Man solle stattdessen eine Hauptabteilung anstreben. Diese war weit im Vorfeld der damaligen Verhandlungen (am 11.1.2011!) von uns und dem Krankenhaus mit ausführlicher Begründung abgelehnt worden. So standen wir nach 2 zähen Jahren mit der AOK wieder vor unserem Ausgangspunkt.

Ausgehend vom Neujahrs-Bürgerempfang 2013 wurde jetzt ein nachdrücklicher Kontakt zu den Politikern hergestellt, wobei Herr Luft seine seit Jahren gepflegten Beziehungen nutzte. Auch hier musste mit großer Beständigkeit gearbeitet und Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden bis es schließlich am 15.7.2013, nicht zuletzt durch die Beharrlichkeit des hiesigen AOK-Chefs Hr. Bühler zu einem Durchbruch kam und einem IV- Vertrag zugestimmt werden konnte. Es hat seitdem wieder viele Treffen gegeben, viel Papier wurde geschrieben und kontrolliert und dies alles selbstverständlich neben den ganz normalen Aufgaben, die das Leben der o.g. Menschen sonst schon zu Gänze ausfüllt! Ein Abschluss rückt jetzt in greifbare Nähe.

 

Was geschah sonst noch in diesen zwei Jahren?

2012 war Dr. Laubersheimer 6 Monate in Elternzeit und wurde durch Fr. Dr. Urte Riggers vertreten, die ich kurz zitieren darf: „krass, was der Andreas so die ganze Zeit macht“. Aus dieser Zeit stammen auch „Perspektiventreffen“ mit den niedergelassenen KollegInnen zur mittelfristigen Entlastung Dr. Laubersheimers von seinen vielfältigen Aufgaben und vor allem seinem ständigen „auf-Abruf-sein“ in Bezug auf die Belegklinik.

Am 10.11.2012 wurde das Bettenhaus C eingeweiht. Hr. und Fr. Luft nutzten bei einem Stand unseres Vereins die Gelegenheit, um mit vielen Besuchern über gesundheitliche Fragen ins Gespräch zu kommen, Tenor: das Volk will mehr Mitbestimmung im Gesundheitswesen.

In dem vorweihnachtlichen Treffen des erweiterten Vorstands bemerkte G. Luft: „Äußerlich betrachtet ist die „Homöo“ nicht sehr viel weiter gekommen, aber 66 Jahre Dienst am Menschen sind eine Leistung im Sinne der Weltenentwicklung!“

Der Umzug der Station wurde von Dr. Laubersheimer bereits beschrieben.

 

Ab 21.1.2013 stieß Frau Riemann zum erweiterten Vorstand und bereicherte unsere Arbeit. Sie ist als Personalentwicklerin mit der Gesundheitsförderung im Klinikum betraut. Ihre gute soziale Vernetzung erweist sich auch für die Suche nach Spendern als segensreich.

Im Juli 2013 fand ein gemeinsamer Betriebsausflug der Belegklinik, mancher niedergelassener Ärzte mit ihren Teams und einzelner Fördervereinsmitglieder zur WALA in Bad Boll statt, der uns sehr beeindruckt hat. Zum Beispiel werden dort pflanzliche Tinkturen ohne Alkohol hergestellt und „nur“ durch rhythmische Prozesse haltbar gemacht.

 

Fr. Beate Jooss schied aus persönlichen Gründen (Wegzug aus Heidenheim) aus dem erweiterten Vorstand aus, wir haben sie am 28.10.2013 verabschiedet.

 

Wir wurden über Frau Maier-Regel, der ersten Vorsitzenden der Hahnemania,  regelmäßig über die Aktivitäten auf der Verbandsebene informiert.

 

Der Förderverein war Unterstützer der vom Bürger-Schulterschluß und Dr. Geyer organisierten Vortragsreihe respektive Podiumsdiskussion zum Thema Rückkehr der Naturheilkunde in die Erstattung durch die Krankenkassen, die zwischen Oktober 2013 und Februar 2014 stattfanden. Sie waren inhaltlich und von den Besucherzahlen her ein voller Erfolg.

 

Der Förderverein hat auch eine Fortbildungsreihe für die einweisenden Ärzte und ein interessiertes Fachpublikum seit 2012 finanziell unterstützt.

 

 

Teil B. Geldverwaltung Herr Luft (s. getrennte Aufstellung)

 

Nach 42 Jahren stehen wir da, wo wir schon standen. 10.000 – 11.000 Patienten wurden behandelt in dieser Zeit. Das ist ein lebendiges Fundament. Wir haben ca. 2 Mio. Euro in dieser Zeit aufgebracht, diese haben wir der öffentlichen Hand geschenkt, das ärgert einen. Wir haben die Schwierigkeit, eine Erneuerung erzwingen zu müssen, damit endlich Gerechtigkeit im Gesundheitswesen zu Stande kommt.

Wir haben Probleme mit den Personalkürzungen im Gesundheitswesen. Jeder einzelne von uns ist aufgerufen, sich gegen diese Tendenz zu wehren.

 

Herr Luft: Ich trauere dem Modellprojekt nach, es ging ja auch um eine Aufklärung der Öffentlichkeit. Dankbar, dass hier in HDH ein Zusammenschluss verschiedener Berufe an diesem Thema arbeiten konnte.

 

Danksagungen:

Dr. Laubersheimer ist ein Glücksfall für die Abteilung! Der Förderverein und das Krankenhaus sind unterstützend eingesprungen, um ihm finanziell unter die Arme zu greifen. Wir sind dankbar, dass er in HDH eine tragende Persönlichkeit geworden ist.

Wir sind auch den liebevollen Persönlichkeiten sehr dankbar, die in der Abteilung ihren Dienst tun. Frau /Mann dient in erster Linie dem Ideal im christlichen Sinne. Herr Luft übergibt einen Blumenstrauß an die Pflegenden.

Dank auch an Herrn Prof. Diederich für die Schulung der Ärzte und Hilfe bei der Therapie für die Patienten.

Dank an all diejenigen, die unsere Arbeit finanziell unterstützen:

  • Neuapostolische Kirche Heidenheim
  • Schulmeister-Stiftung Ulm
  • Cultura-Stiftung
  • Sieweke-Kreis der Ärzte, ehemals Arbeitsgruppe am Goetheanum
  • Vereine für Homöopathie und Lebenspflege Mergelstetten und Heidenheim
  • Hahnemania
  • Staufen-Pharma, Wala, Weleda
  • Volksbank, Kreissparkasse Heidenheim
  • Spendentöpfe von Hinterbliebenen, Verabschiedung von Landrat Mader
  • Hugo- Rupf-Stiftung
  • Heidenheimer Zeitungs-Aktion „Unsere Hilfe zählt“ als Online-Spendenportal
  • Verwaltung /Landkreis HDH
  • Heidenheimer Zweig der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft
  • Eine Privatperson, die uns in ihrem Testament ein Haus zugeeignet hat.
  • Verschiedene Klein- und Großspender, die nicht namentlich erwähnt werden

 

Frau Naacke- Laquai erläutert die einzelnen Einnahmen und Ausgaben für 2012 und 2013.

 

5. Kurze Aussprache

Rückfrage über Mitgliederzahlen: z.Zt. ca. 400 Personen

 

6. Bericht der Kassenprüfer:

Am 11.03.2014 haben Hr. Schwäble, Fr. Jooss und Fr. Mühlberger bei Frau N.-Laquai die Kassenprüfung durchgeführt: Eine saubere und korrekte Kassenführung wird bestätigt.

 

7.  Entlastungen für die Geschäftsjahre 2012 und 2013

Frau Schabel beantragt die Entlastung des gesamten Vorstands und der Kassiererin.

Die Entlastung erfolgt einstimmig.

 

Problem, dass Vereins-Vorsitzende mit ihrem Vermögen haften – Problem fürs Ehrenamt allgemein.

 

8. Neuwahlen:

Hr. Luft: Der Vorstand möchte die Arbeit gerne fortsetzen. Es sind keine Änderungsanträge im Vorfeld eingegangen.

 

Frau Schabel: „Wir dürfen mit Freude den kompletten Vorstand wiederwählen“:

        Es folgte die Abstimmung mit dem Ergebnis:

 

Hr. Luft                      1. Vorsitzender

Hr. Geisse                   2. Vorsitzender

Fr. Mühlberger           Schatzmeisterin

 

wurden einstimmig wiedergewählt.

 

Frau Schabel: „Wir wünschen viel Kraft, Energie und gute Ideen“.

 

Herr Luft: „Wir ergänzen und verstehen uns, wir danken für das Vertrauen und die Bestätigung im Amt“.

 

9. Kurzer Hinweis auf die Mitglieder des Erweiterten Vorstandes – s. Einladung

 

10. Verschiedenes:

Keiner aus dem Vorstand zweifelt daran, dass die Arbeit auf der Abteilung weitergeht. Wir versprechen, dass wir Lösungen finden, damit die Homöotherapie weiter ihre fruchtbare Aufgabe durchführen kann.

 

Ende der Mitgliederversammlung

            

                                               Gez. Dr.Thomas Geisse

 

Vortrag von Dr. U. Geyer

Internist in Heidenheim, Träger des Holzschuh-Preises für Komplementärmedizin

 

Es ist eine echte Mutfrage, Pneumonien ohne Antibiotika zu behandeln, weil es nicht dem Standard entspricht. Dr. Geyer würdigt seine Ko-Autoren im Einzelnen: Frau Dr. M. Kusserow, Herrn Dr. A. Laubersheimer, Herrn Prof. K. Diederich,  Herrn PD Dr. K. Kramer.

Er erwähnt auch die Schwestern mit ihrem Engagement, ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen.

 

Von 48 Patienten wurden zuletzt nur 18 ausgewählt mit gesicherter Pneumonie, vor allem der Schweregrade I – III, davon wurden 16 Patienten ohne Antibiotika behandelt. Dr. Geyer  berichtet über die Verläufe von Entzündungsparametern (CRP), Fieber (statistisch hochsignifikante Abfälle), Liegedauer.

Der Preis wurde geteilt zwischen etablierten Forschern der Charité und unserer Arbeitsgruppe.

 

Dr. G. berichtet über die Folgen des Preises, die Gratulationen, eine geplante Anhörung im Europäischen Parlament in Straßburg, wo Dr. Breitkreuz, leitender Arzt der Paracelsus-Klinik in Unterlegenhardt, die Studie vorstellen wird zum Thema: Beitrag der Komplementärmedizin zur Reduktion des Antibiotika-Verbrauchs.